Hypermobilitäts-Syndrom




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Was muss beim Hypermobilitätssyndrom therapeutisch beachtet werden?

Die Therapie beginnt mit der Prophylaxe, die verhindern muss, dass aus der
Hypermobilität ein Hypermobilitätssyndrom wird. Die Sportmedizin muss offenbar bezüglich der
Vermeidung der "antrainierten Hypermobilität" hinzulernen. Die Beachtung einer ggf.
beruflichen Exposition als Tänzer, als Sportler und Athlet oder als Musiker u. a. ist auch
präventiv verpflichtend. Vermeidungsstrategien betreffen also besonders Spitzensport und
Ballett.

Therapeutische Maßnahmen betreffen überwiegend besondere Modalitäten der Physiotherapie, die
denen der Stabilisation entsprechen und der Mobilisierung von Behinderungen teilweise
widersprechen. Die Ergotherapie mit Gelenkschutz, Taping und Orthesen kann an den Händen
hilfreich werden. Die physikalische und die manuelle Therapie haben Prinzipien entwickelt,
von denen besonders das "Koordinationstraining" und das "sensomotorische Training" der
Integration in die rheumatologische Physiotherapie bedürfen.


Eine medikamentöse Therapie kann der Fibromyalgie entsprechen, ggf. auch
psychopharmakologisch. Die Rheuma-Liga und die Versorgung chronisch Kranker in Rheumazentren
muss den pathogen-hypermobilen Aspekt und die Soziologie dieses Zustandes noch verstehen
lernen und in unser Therapiekonzept einbauen, mindestens teilweise nach englischem Vorbild.

Wir müssen also zusammenfassend fordern, dass auch in Deutschland endlich das
Hypermobilitätssyndrom mit seinem artikulären und extraartikulären Symptompanorama als
Krankheit in den Katalog rheumatologischer und orthopädischer Krankheitsbilder eingefügt und
entsprechend dokumentiert, gelehrt und erforscht wird.



2006.04.25

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